Johannes

Startschuss für meine musikalische Karriere war die Aufnahme in eine Rockband. Dort habe ich das erste Mal öffentlich meine Sangeskunst vorgetragen. Übrigens spielten wir damals ausschliesslich eigene Stücke alle geschrieben von Stefan Sutter aus Friedberg. Wie es dann manchmal so ist, hat mich die Liebe nach Schleswig Holstein verschlagen. Dort fing ich in einem Gospelchor an. Nach kurzer Zeit bekam ich die ersten Soli und der musikalische Virus hat mich vollends gepackt. Als ich wieder nach Hessen umgesiedelte, fragte mich ein Freund, ob ich nicht mal bei einer Irish Folk Session teilnehmen möchte. Ich war von den Instrumenten und der Spielfreude begeistert. Ich hatte zwar schon davor irische Musik gehört, mich aber nie näher damit auseinander gesetzt. Gerade die Texte der traditionellen Lieder sollte man sich mal in Ruhe ansehen. Manche leben von der Ironie und manche haben verschlüsselte Nachrichten, um auf die Unterdrückung der Engländer hinzuweisen ohne das sie es merkten. Die fröhlichsten und die traurigsten Lieder kommen aus Irland. Richtig glücklich bin ich, wenn ich die Zuhörerdazu bringen kann, die Augen zu schliessen und zu träumen. Sei es von Irland oder von der Liebe...

Noch eins: Wirklich erstaunlich an der irischen Musik ist die Tatsache, dass es unter den Irish-Folk-Musikern so gut wie keine Rivalität gibt. Man trifft sich auf Sessions und hat einfach zusammen mit der Musik seinen Spass. An dieser Stelle noch einen lieben Gruss an alle Musiker die sich dieser Stilrichtung verschrieben haben.